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Das Gesundheitswesen befindet sich im Umbruch: Der enorme medizinische und technische Fortschritt auf der einen Seite sowie ständig verschlechterte Abrechnungsmöglichkeiten und ein Überangebot an Krankenhausbetten und niedergelassenen Praxen auf der anderen Seite erfordern ein hohes Maß an Flexibilität der Heilberufler. Der Gesetzgeber tut ein Übriges, mit ständigen Reformvorhaben die Unsicherheit für die Akteure in diesem Markt und die Planbarkeit zukünftiger Entwicklungen zu erschweren. Gründungen von Praxisgemeinschaften, ambulantes Operieren zu Fixpreisen, Hausarztmodelle, Praxisrenovierungen und neue Technik erfordern erhebliche Investitionen und im wahrsten Sinne des Wortes, praxisgerechte Finanzierungen.
In der Altenpflege ist der Anteil privater und gemeinnütziger Dienstleister im diesem Markt nicht zuletzt aufgrund der zweiten Stufe des Pflegeversicherungsgesetzes seit 1996 kräftig am Steigen. Der Gesetzgeber räumt ihnen Vorrang gegenüber den öffentlichen Trägern ein, fordert Qualität und Wirtschaftlichkeit von den Anbietern und fördert so den marktwirtschaftlichen Wettbewerb in einem Segment, das aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland stetig größer wird.
Erfolgreich und profitabel im Heilberufsektor zu sein heißt, sich als Wirtschaftsunternehmen zu begreifen. Private oder öffentliche Trägerschaften erfordern differenzierte Vertragsmodelle, um Leasing oder Miete wirkungsvoll einsetzen zu können. Mit Blick auf die sich mehr und mehr monopolisierenden Beschaffungsmärkte bietet Leasing darüber hinaus die Möglichkeit, sich zumindest finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Speziell für freie Berufe ergeben sich außerdem bei genauer Betrachtung erhebliche steuerliche Möglichkeiten durch individuelle Vertragsgestaltung.
In der Altenpflege gewinnt derjenige, der seinen Bewohnern das verlockendste Angebot zu den geringsten Kosten anbieten kann. Schönes Ambiente, wohnliche Einrichtung, umfassende medizinische Betreuung in guter Lage wird seitens der älteren Menschen gefordert.
Niedrig kalkulierte Pflegesatzvereinbarungen auf der einen Seite und Preiserhöhungen der Hersteller auf der anderen erfordern einen effizienten Personaleinsatz und optimale Finanzierungsverträge, um den Anforderungen gerecht zu werden. Hoher Kapitalbedarf ist erforderlich, will man dem expansiven Markt vorangehen.
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